Thrombose/Schlaganfall

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 16.05.2011

Schlaganfall-Patienten: Verbessert Spielen am Computer die Motorik?

LONDON (dpa). Richtig eingesetzte Computerspiele können offenbar dabei helfen, die Folgen eines Schlaganfalls zu lindern.

Das berichten US-Forscher im "Journal of NeuroEngineering and Rehabilitation" in der Ausgabe vom 16. Mai.

Wie das Blatt berichtet, hatte das Team um Dr. Alma Merians von der University of Medicine and Dentistry of New Jersey (Newark, US-Staat New Jersey) zwölf Patienten ausgesucht, die vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hatten. Diese konnten daher mindestens einen Arm nicht mehr richtig koordinieren.

Mit Datenhandschuh unterschiedliche Spiele gespielt

Die Probanden erhielten dem Bericht zufolge einen Datenhandschuh, mit dem sie über acht Tage hinweg jeweils zwei bis drei Stunden einige ausgesuchte Computerspiele spielten. Die dabei anfallenden Aufgaben trainierten jeweils unterschiedliche Bewegungsmuster.

"Plasma Pong", ein einfaches Tennisspiel, erfordert koordinierte senkrechte und waagerechte Armbewegungen, beim "Hummingbird Hunt", mussten die Spieler den unvorhersehbaren Flugrouten von Kolibris folgen.

Beim Spiel "Hammer Task" galt es, einen virtuellen Holzblock zu greifen und ihn auf den Boden zu schlagen. Das "Virtual Piano" schließlich erforderte bereits die koordinierte Bewegung einzelner Finger.

"Bewegungswerte verbesserten sich um 20 bis 22 Prozent"

Die Ergebnisse des Spiele-Trainings seien deutlich gewesen, berichtet Merians. "Die Patienten verbesserten ihre klinischen Bewegungswerte in diesen acht Tagen im Schnitt um 20 bis 22 Prozent."

Die genaue Bewegungsanalyse anhand des Datenhandschuhs zeigte laut Bericht, dass die Kontrolle sowohl der Grob- als auch der Feinmotorik bis hin zu den einzelnen Fingern gesteigert wurde.

Als Vergleichsgruppe dienten den Forschern gesunde Menschen, die ebenfalls via Datenhandschuh spielten. Bei ihnen habe sich mit der Zeit keine entscheidende Verbesserung gezeigt, hieß es.

Dies habe auch für die nicht vom Schlaganfall in Mitleidenschaft gezogenen Arme der Patienten gegolten, berichten die Wissenschaftler.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »