Thrombose/Schlaganfall

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Ärzte Zeitung online, 28.10.2011

Sture Patienten: Jeder Zweite hört nicht auf den Arzt

GÜTERSLOH (dpa). Jeder zweite Patient in Industriestaaten hört offenbar nicht auf den Rat seines Arztes und steigert so erheblich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle.

Auf dieses Problem hat die Deutsche Schlaganfall-Hilfe am Freitag in Gütersloh anlässlich des Weltschlaganfalltags am 29. Oktober hingewiesen.

Bis zu zehn Milliarden Euro Mehrkosten entstünden allein dem deutschen Gesundheitssystem jährlich durch fehlende Therapietreue, sagte die Stiftungschefin Dr. Brigitte Mohn laut Mitteilung.

Kontinuierliche Einnahme wichtig

"Zu viele Patienten wissen oft nicht um die Gesamtzusammenhänge zwischen ihrer Erkrankung und ihres beeinflussbaren Verhaltens auf ihre Gesundheit", sagte Mohn.

"Immer noch landen viele Medikamente im Mülleimer und verordnete Hilfsmittel verstauben in der Ecke", berichtete die Stiftung.

Gerade bei Schlaganfall-Patienten seien aber die kontinuierliche Einnahme von Medikamenten und der regelmäßige Einsatz von Hilfsmitteln entscheidend.

Problemkind Beipackzettel

Die Experten beriefen sich auf eine Studie der Weltgesundheitsorganisation von 2003. Danach erreichen in den Industriestaaten nur 50 Prozent der Patienten eine gute Compliance.

Die Stiftung sprach in der Mitteilung konkrete Probleme an, die man angehen müsse: "Beispiel Medikamente: Verklausulierte Formulierungen auf Beipackzetteln tragen häufig eher zur Verunsicherung der Patienten bei, als dass sie zur Einnahme motivieren."

Die Organisation hat eine "Übersetzungshilfe" dafür erstellt. Sie ist unter www.schlaganfall-hilfe.de zu finden.

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