Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Thromboembolische Ereignisse bei Adipositas – Leitsymptome schwerer erkennbar

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Ärzte Zeitung, 17.11.2011

Schlaganfall bei Schwangeren immer häufiger

ATLANTA (eb). Bei schwangeren Frauen ist es in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer häufiger zu Schlaganfällen gekommen. Der Grund dafür ist offenbar, dass zerebrovaskuläre Risikofaktoren auch bei jüngeren Frauen inzwischen häufiger auftreten.

Zwischen 1994 und 2007 stieg die Schlaganfallinzidenz von schwangeren Frauen pränatal von 15 auf 22 pro 100.000. Postpartal war sogar ein Anstieg von 12 auf 22 pro 100.000 zu verzeichnen.

Das berichten Forscher, nach der Datenanalyse von 17 Millionen Schwangeren (Gynäkologe 2011; 44(10): 782 und Stroke 2011; 42: 2564-2570).

Klassische Risikofaktoren scheinen relevant zu sein, wie die US-Wissenschaftler um Professor Elena V. Kuklina vom Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta ermittelt haben: Gründe für den deutlichen Anstieg der Schlaganfallrate sehen die Wissenschaftler vor allem in einer ungesünderen Lebensweise mit wenig Bewegung, ungeeigneter Ernährung und Übergewicht.

Migräne und Schlaganfallrisiko

In der aktuellen Analyse wies mehr als die Hälfte der Frauen mit postpartalem Schlaganfall klassische Risikofaktoren wie eine Hypertonie oder Herzerkrankung auf.

Auch Migräne geht vermutlich mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko für einher. Denn insgesamt gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass während einer Schwangerschaft das Schlaganfallrisiko generell erhöht ist. Migräne kann allerdings auf eine hohe Apoplexiegefahr in der Schwangerschaft hinweisen.

Bei Schwangeren mit Migräne war die Schlaganfallrate um den Faktor 19 erhöht, die Herzinfarktrate war um den Faktor Fünf erhöht. Möglicherweise ist die Schwangerschafts-Migräne Zeichen einer Präeklampsie. Mit diesem Zusammenhang könnte man das erhöhte Schlaganfallrisiko erklären.

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