Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Interventionelle Therapien am Herzen:
Primär- und Sekundärprophylaxe des Schlaganfalls

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Ärzte Zeitung, 10.10.2012

Schützendes Lycopin

Tomatensaft gegen Schlaganfall?

Vielleicht sollte man nicht nur im Flugzeug Tomatensaft trinken: Forscher glauben jetzt entdeckt zu haben, weshalb Obst und Gemüse vor Schlaganfall schützen. So soll vor allem der Radikalfänger Lycopin, der in Tomaten vorkommt, die Hirngefäße frei halten.

Schützt Tomatensaft vor Schlaganfall?

Roter Saft beim Fliegen: Schutz gegen Schlaganfall?

© Arnulf Hettrich / imago

KUOPIO (mut). Wer sich gesund ernährt, viel Obst und Gemüse konsumiert und zugleich eher wenig Fleisch, Fett und Zucker, der hat ein deutlich geringeres Risiko für viele Erkrankungen - das wird weitgehend akzeptiert.

Unklar ist jedoch, welcher Anteil auf den Konsum von Grünzeug und welcher Anteil auf den Verzicht von tierischem Fett und Zucker entfällt. Auch wird darüber gestritten, welche Bestandteile in Obst und Gemüse die segensreichen Wirkungen entfalten.

So wurde immer wieder versucht, für antioxidative Vitamine und Radikalfänger eine Bedeutung beim Gefäßschutz nachzuweisen - häufig mit widersprüchlichen Ergebnissen.

Einen neuen Versuch haben nun Forscher aus Kuopio in Finnland unternommen. Sie bestimmten die Serumspiegel einer Reihe von Antioxidantien bei insgesamt 1031 finnischen Männern im Alter zwischen 46 und 65 Jahren (Neurology 2012; 79: 1540-1547).

Die Männer wurden anschließend zwölf Jahre lang regelmäßig medizinisch untersucht. In diesem Zeitraum ereigneten sich bei ihnen 67 Schlaganfälle, davon waren 50 ischämische Insulte.

Die Forscher um Dr. Jouni Karppi setzten nun die Serumwerte von Alpha-Karotin, Beta-Karotin, Alpha-Tocopherol, Retinol und Lycopin in Beziehung zur Schlaganfallrate.

Studie mit Manko

Signifikante Unterschiede gab es dabei nur beim Lycopinspiegel: Bei den Studienteilnehmern ohne Schlaganfall lag dieser zu Beginn im Schnitt bei 0,16 Mikromol pro Liter, dagegen waren es bei denjenigen, die im Lauf der Studie einen Schlaganfall erlitten, nur 0,11 Mikromol pro Liter.

Wurden weitere Schlaganfall-Risikofaktoren wie Alter, BMI, Blutdruck, Rauchen, LDL-Wert und Diabetes berücksichtigt, so ergab sich für das Quartil mit den höchsten Lycopinwerten eine 55 Prozent niedrigere Schlaganfallrate als für die Männer im Quartil mit den niedrigsten Werten. Bezogen auf ischämische Schlaganfälle war die Rate sogar um 59 Prozent niedriger.

Ein Manko der Studie ist allerdings die geringe Zahl der Schlaganfälle - das könnte das Ergebnis verzerrt haben. Zudem könnte Lycopin auch nur ein Marker für einen bestimmten Ernährungsstil sein und nicht unbedingt selbst ein Schutzfaktor.

Dafür, dass Lycopin aber tatsächlich den Gefäßen gut tut, spreche die hochpotente antioxidative Aktivität, schreiben Karppi und Mitarbeiter. Die Substanz sei besser als andere Antioxidantien geeignet, schädlichen Singulett-Sauerstoff zu binden.

Wichtigste Lycopinquelle sind Tomaten. Tomatensaft enthält bis zu 100 mg/kg Lycopin, Ketchup 125 mg/kg. Dem höchsten Lycopingehalt hat jedoch die vor allem in Vietnam verwendete Gac-Frucht: Sie enthält über 2000 mg/kg des Antioxidans.

[11.10.2012, 15:04:15]
Ursula Brockmueller 
Schlaganfälle
ja, der Lebens- und Ernährungsstil sind der Hauptfaktor für Gesundheit. Wenig tierisches Eiweiß, abwechslungsreiche Gemüsekost und Obstsorten möglichst aus heimischer Kultur schützt definitiv vor Schlaganfall und Herzinfarkten. So langsam kommt auch die Schulmedizin dahinter. Ich beobachte dies seit 33 Jahren und praktiziere das am eigenen Leib, werde morgen 77 Jahre alt und bin absolut fit, normalgewichtig und voll berufstätig ohne jegliche Probleme. Nachahmung empfohlen! zum Beitrag »

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