Ärzte Zeitung, 23.04.2014

Kommentar

Mehr Blutdruck-Kontrolle gefragt

Von Beate Schumacher

Ein bisschen Kontrolle reicht nicht: Damit eine antihypertensive Therapie wirksam vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützt, muss der Blutdruck nicht nur ab und an, sondern möglichst durchgängig gesenkt werden. Je häufiger der Blutdruck bei Praxismessungen über das Ziel hinausschießt, desto eher kommt es auch zu schweren vaskulären Komplikationen.

Einer gerade veröffentlichten Studie zufolge ist das Risiko bei nur sporadisch kontrolliertem Blutdruck doppelt so hoch wie bei einigermaßen konsequenter Zielwerterreichung.

Umso bedenklicher ist ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: 70 Prozent der Patienten hatten bei weniger als 75 Prozent der halbjährlichen ärztlichen Messungen einen normalen Blutdruck - und das unter den Bedingungen einer klinischen Studie.

Das zeigt, wie wichtig es ist, Hochdruckpatienten - wie von den Fachgesellschaften empfohlen - ihren Blutdruck auch selbst überprüfen zu lassen. Selbstmessungen sind nachweislich in der Lage, Therapietreue und Blutdruckeinstellung zu verbessern.

Lesen Sie dazu auch:
Blutdruck: Häufige Ausreißer schüren Gefahr für zweiten Schlaganfall

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »