Ärzte Zeitung, 11.06.2007

Thromboserisiko hoch bei dicken Flugreisenden

WIEN (dpa). Großes Übergewicht oder die Einnahme der Anti-Baby-Pille können das Risiko von Thrombosen nach einer Flugreise stark erhöhen. Das ist das Ergebnis einer neuen WHO-Studie.

Für die Studie wurden 2000 Patienten mit Thrombosen untersucht sowie 9000 Vielflieger. Die Ergebnisse sind beim Jahreskongress der Europäischen Hämatologischen Vereinigung in Wien vorgestellt worden. Danach entwickelte einer von 4500 Reisenden eine Thrombose. Das Risiko für ein Blutgerinnsel stieg acht Wochen nach einem mehr als vier Stunden dauernden Flug um das Zwei- bis Dreifache.

Bei starkem Übergewicht und bei Einnahme der Anti-Baby-Pille sei das Risiko auf das Hundertfache des Normalen gestiegen, so Professor Frits R. Rosendaal von der Universität in Leiden. "Mangelnde Bewegung auf Langstreckenflügen ist der Hauptgrund für Blutgerinnsel", so der holländische Hämatologe. Jedoch könne auch der niedrige Druck in der Kabine dazu beitragen. "Die Gefahr einer Thrombose solle sehr ernst genommen werden", rät Rosendaal.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Ein Erklärbuch für Kinder

Dagmar Eiken-Lüchau hat eine Tochter mit Autismus-Störung. Um anderen Kindern das Thema zu erklären, hat die Mutter ein Buch geschrieben. mehr »