Thrombose/Schlaganfall

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Ärzte Zeitung, 28.09.2007

Fondaparinux punktet beim direkten Vergleich

Blutungsrate mit Faktor-Xa-Hemmer in Studie halbiert

MÜNCHEN (wst). Der selektive Faktor-Xa-Hemmer Fondaparinux hat sich in Studien zu mehreren Indikationen bewährt. Dabei haben sich bei Effektivität und Sicherheit Vorteile im Vergleich zu niedermolekularen Heparinen ergeben.

Wie Professor Sebastian Schellong aus Dresden bei einem Symposium des Unternehmens GlaxoSmithKline zum Angiologenkongress in München erinnert hat, ist die subkutan zu applizierende Substanz Fondaparinux (Arixtra®) seit August 2007 auch zur gerinnungshemmenden Therapie von Patienten mit allen drei Formen des akuten Koronarsyndrom zugelassen.

Schellongs Ausführungen zufolge hat sich Fondaparinux in großen Vergleichsstudien mit niedermolekularem Heparin als vorteilhaft erwiesen, etwa in einer über 7000 Patienten umfassenden Metaanalyse von vier Zulassungsstudien zur Thromboseprophylaxe bei großen orthopädischen Operationen. Dort war die Inzidenz phlebographisch nachgewiesener tiefer Venenthrombosen mit Fondaparinux mit 6,8 versus 13,7 Prozent nur halb so groß wie mit dem Vergleichspräparat Enoxaparin.

In einer großen Zulassungsstudie für das akute Koronarsyndrom mit etwa 20 000 Patienten mit instabiler Angina pectoris oder Infarkt ohne ST-Streckenhebung wurde eine maximal achttägige Therapie mit Fondaparinux im Vergleich zur Enoxaparin geprüft. In den ersten neun Tagen war bei gleich guter antiischämischer Wirksamkeit die Blutungsrate halbiert. Im weiteren Halbjahresverlauf war die zusammengefasste Todes-, Herzinfarkt und Schlaganfallrate signifikant geringer (11,3 versus 12,5%), ergänzte aus kardiologischer Sicht Professor Hans-Jürgen Rupprecht aus Mainz.

In einer zweiten ACS-Zulassungsstudie mit 12.000 Patienten mit ST-Streckenhebungsinfarkt wurde die akute Antikoagulation mit Fondaparinux mit unfraktioniertem Heparin oder Placebo verglichen. Ergebnis: bei einer in etwa gleichen Rate an Blutungskomplikationen bis zum 30. Studientag ergab sich eine signifikant, von 11,2 auf 9,7 Prozent verringerte zusammengefasste Mortalitäts- und Reinfarktrate.

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