Ärzte Zeitung, 07.12.2007

Erhöhtes Risiko für Infarkte nach Venenthrombose

AARHUS (eis). Patienten mit tiefen Venenthrombosen (TVT) oder mit pulmonalen Embolien haben ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Das hat eine dänische Studie ergeben.

Professor Henrik Toft S¢renson von der Uniklinik in Aarhus und seine Kollegen haben nationale medizinische Datenbanken analysiert (Lancet 370, 2007, 1773). Bei 42 124 Patienten mit venösen Embolien haben sie die Herzinfarkt- und Schlaganfallraten mit denen bei 163 566 Menschen der Normalbevölkerung verglichen. Patienten mit Bluthochdruck sowie chronischen Herz- und Hirn-erkrankungen waren ausgeschlossen.

Ergebnis: Im ersten Jahr nach TVT war die Herzinfarktrate 1,6-fach und die Schlaganfallrate 2,2-fach erhöht, im ersten Jahr nach pulmonaler Embolie sogar 2,6-fach (Herzinfarkte) und 2,9-fach (Schlaganfälle). Für Embolie-Patienten sei nach Antikoagulation eine Prophylaxe mit niedrig-dosierter ASS zu erwägen, heißt es in einem Kommentar zur Studie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »