Ärzte Zeitung, 09.07.2008

Vorteil für orale Substanz zum Thromboseschutz

NEU-ISENBURG (ikr). Eine fünfwöchige orale Behandlung mit dem direkten Faktor-Xa-Hemmer Rivaroxaban (einmal täglich 10 mg) schützt Patienten nach Hüftgelenkersatz-Op besser vor Thrombosen als eine zweiwöchige subkutane Behandlung mit einmal täglich 40 mg des niedermolekularen Heparins Enoxaparin.

Das hat jetzt eine Phase-III-Studie mit mehr als 2500 Patienten ergeben (The Lancet 372, 2008, 31). In der RECORD*-2-Studie erfüllten 2 Prozent der 1252 Rivaroxaban-Patienten den primären Endpunkt, bestehend aus allen Venenthrombosen-Ereignissen und Gesamtmortalität. 9,3 Prozent waren es bei den 1257 Enoxaparin-Patienten.

Das bedeutet eine signifikante relative Risikoreduktion um 79 Prozent zugunsten von Rivaroxaban. Die Blutungsraten unterschieden sich jedoch nicht wesentlich. Die EU-Zulassung der neuen Substanz zur oralen Thrombose-Prophylaxe ist bereits beantragt.

RECORD* steht für Regulation of Coagulation in Major Orthopedic Surgery Reducing the Risk of DVT and Pulmonary Embolism.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. Offenbar fällt es aber schon Kindern schwer, ihre Bewegungsmuster zu ändern. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethische Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »