Ärzte Zeitung online, 06.01.2009

Bei eisigen Temperaturen sind fetthaltige Cremes ratsam

OFFENBACH (eb). Bei diesen ungewöhnlich kalten Temperaturen ist eine Hautcreme mit hohem Fettanteil wichtig. Stark wasserhaltige Pflegeprodukte, die im Sommer und Herbst ratsam sind, können bei Kälte der Haut Feuchtigkeit entziehen und dort sogar gefrieren, etwa beim Wintersport.

Darauf weist der Hessische Apothekerverband in Offenbach hin. Nur Personen mit fetter Haut oder mit Akne könnten wasserhaltige Produkte weiter verwenden.

Bei Minusgraden ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen mit der Folge, dass die Wärmeabgabe aus dem Körperinneren gedrosselt wird. Darunter leidet der Säureschutzmantel auf der Haut. Kalte und trockene Außenluft und feuchtigkeitsarme Heizungsluft ziehen Wasser aus den Feuchtigkeitsdepots der Hornschicht, was die Haut trocken und empfindlich macht. Die Folge: Sie schuppt und juckt.

Im Winter sollten deshalb stark fetthaltige Produkte, zum Beispiel Wasser-in-Öl-Emulsionen oder andere fetthaltige Zubereitungen, aufgetragen werden. Diese bilden einen dünnen Film auf der Haut, der auch beim Aufenthalt in trockenen und geheizten Räumen vor Austrocknung schützt.

Besondere Aufmerksamkeit verlangen im Winter Lippen, Hände, Hals und Ohrläppchen. Diese sollten beim Aufenthalt im Freien mehrmals täglich mit einem fetthaltigen Präparat eingecremt werden.

Welche Produkte für die unterschiedlichen Hauttypen geeignet seien, darüber könne man sich in der Apotheke beraten lassen. Einige Apotheken bieten zusätzlich auch Haut-analyse-Tests an, wie der Verband mitteilt.

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