Ärzte Zeitung online, 07.05.2009

Arzt: Implantat hilft gegen Ohrgeräusche Rostock

FREIBURG (dpa). Mit dem Einsatz eines Implantats in die Hörschnecke (Cochlea) kann Forschungen zufolge das Tinnitus-Leiden vieler tausend Menschen gelindert werden. Das neue Verfahren sei für Menschen geeignet, die einseitig taub sind und auf dem betroffenen Ohr ein permanentes Geräusch haben, sagte der Direktor der Freiburger Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Professor Roland Laszig, am Mittwoch.

Das Verfahren, das sich noch im Stadium der Forschung befinde und in zwei Wochen in Rostock vorgestellt werden soll, habe gleich zwei Vorteile. Das Ohrgeräusch werde unterdrückt, und die Patienten könnten mit dem bislang tauben Ohr wieder hören.

Der normale Tinnitus-Patient höre die Ohrgeräusche zumeist nur abends, wenn es ruhig wird und die Alltagsgeräusche wegfallen, sagte Laszig. Die einseitig tauben Patienten hingegen mache das Geräusch "fast wahnsinnig", da der Tinnitus nicht überdeckt wird. "Wir haben hervorragende Ergebnisse mit der neuen und revolutionären Methode erzielt", betonte der HNO-Experte.

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