Ärzte Zeitung online, 24.02.2010
Uniklinik veröffentlicht Trainings-CD für Träger von Cochlea-Implantaten
HEIDELBERG (eb). Das Hören mit einem Cochlea-Implantat (CI)
unterscheidet sich stark vom natürlichen Gehör. Träger der elektrischen
Hörprothese müssen daher das Hören und Verstehen erst wieder erlernen.
Zur Unterstützung der Rehabilitation und für das eigenständige Üben
zu Hause hat die Heidelberger Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik jetzt
zusammen mit der Firma MED-EL eine CI-Trainings-CD herausgegeben: Das
Übungsprogramm wird von geübten Sprechern in verschiedenen
Schwierigkeitsgraden vorgetragen und ist speziell auf die Bedürfnisse
von CI-Trägern zugeschnitten.
Mit einem Cochlea-Implantat können heute selbst hochgradig
schwerhörige oder ertaubte Menschen wieder hören: Ein Sprachprozessor,
der hinter dem Ohr getragen wird, wandelt die Schallwellen in
elektrische Signale um und übermittelt sie drahtlos an einen
implantierten Empfänger, der den Hörnerv in der Hörschnecke (Cochlea)
elektrisch stimuliert. Diese Signale sind dem Gehirn zunächst noch
fremd und es muss erst lernen, sie bestimmten Klängen oder Wörtern
zuzuordnen sowie störende Geräusche herauszufiltern.
Die Heidelberger-CI-Trainings-CD eignet sich für alle CI-Träger, die
im Rahmen der stationären oder ambulanten Therapie in einer Fachklinik
ein erstes Hören und Verstehen erreicht haben. Sie wird auf dem ersten
Heidelberger "Tag des Hörens" am 3. März 2010 offiziell vorgestellt.
Therapeutische Einrichtungen und Selbsthilfegruppen können die CD
kostenlos bei Sascha Roder: E-Mail sascha.roder@med.uni-heidelberg.de
anfordern.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Heidelberger Hals-Nasen-Ohren-Klinik

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