Donnerstag, 5. März 2015
Ärzte Zeitung, 12.01.2012

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

NEU-ISENBURG (run). Kommen Patienten mit Heiserkeit und rauem Hals in die Praxis, kann der Arzt mit sieben einfachen Verhaltenstipps helfen, die Stimme schnell wieder flott zu bekommen.

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

Wärme, Stimme schonen und Lutschtabletten lindern Heiserkeit.

© Weiss / imago

Klagen erkältete Patienten, dass ihre Stimme rau klingt oder fast verschwunden ist und der Hals kratzt, können ihnen folgende Tipps mitgegeben werden:

Sprechen Sie so wenig wie möglich, vermeiden Sie ständiges Räuspern. Selbst Flüstern belastet die Stimmbänder, da das ein unnatürliches Sprechverhalten ist, das die Stimmbänder belastet.

Trinken Sie ausreichend. Empfehlenswert sind 1,5 bis 2 Liter am Tag. Bei einer im Zuge einer Erkältung angegriffenen Stimme bringt warmer Salbei- oder Ingwertee Linderung. Kommt ein Hustenreiz dazu, sind auch Teemischungen mit Eibischwurzel, Isländisch Moos und Süßholzwurzel geeignet.

Halten Sie Ihre Atemwege feucht. Ein bewährtes Mittel dafür ist die Inhalation von Sole, Salbei- oder Kamillenextrakt bzw. Kamillenblüten. Beispiel: Eine Handvoll Kamillenblüten mit siedendem Wasser übergießen, Handtuch über den Kopf ziehen, Dampf 5 Minuten einatmen.

Sorgen Sie auch für eine ausreichende Befeuchtung der Wohnräume (etwa durch Stoßlüften (dreimal täglich für fünf Minuten) und das Aufstellen von Wasserbehältern auf den Heizkörpern.

Verzichten Sie für eine Weile auf anstrengende Sportarten. Leichtere Sportarten wie Wandern, Rad fahren, Spazieren gehen an der frischen Luft tun hingegen gut.

Machen Sie einen Halswickel. Quarkwickel sind zum Beispiel eine altbewährte Anwendung bei jeder Art von Halsentzündung und Heiserkeit. Anwendung: Auf ein Leinentuch, das anderthalb Mal um den Hals passt, Quark fünf bis zehn Millimeter dick mittig auftragen. Einmal Ränder umschlagen, auf Zimmertemperatur erwärmen und um den Hals legen. Darüber ein Baumwoll-/Moltontuch legen und noch einen Wollschal zum Fixieren. Dauer: ein bis drei Stunden; zweimal täglich.

Wenden Sie Entspannungstechniken an, wenn Sie viel Stress haben. Auch psychische Faktoren wie Angst können die Stimme versagen lassen. Zudem gelten Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich ebenfalls als mögliche Ursache für Stimmstörungen.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Minus in 2014: Weniger Geld im GKV-Safe

Die Finanzreserven der GKV sind geschmolzen. Weil viele Kassen 2014 Prämien an ihre Versicherten ausgezahlt und hohe Ausgaben beim Krankengeld notiert haben, landen sie im Minus. Auch im Gesundheitsfonds ist jetzt weniger Geld als noch 2013. mehr »

Mikro-RNA: Parkinson zeigt sich im Blut

Deutsche und italienische Forscher haben bei Parkinsonkranken jetzt eine charakteristische RNA-Signatur entdeckt. Künftig wäre die Diagnose also über einen Bluttest möglich - noch lange bevor die Krankheit großen Schaden anrichtet. mehr »

Gassen: "Das Versorgungsstärkungsgesetz schwächt"

Am Donnerstag beschäftigt sich der Bundestag erstmals mit dem Versorgungs­stärkungsgesetz. Im Vorfeld wettern KBV und Verbände heftig gegen den Entwurf. Offenbar gibt es in der Koalition aber Überlegungen, an der einen oder anderen Stelle noch zu schrauben. mehr »