Donnerstag, 24. April 2014
Ärzte Zeitung, 12.01.2012

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

NEU-ISENBURG (run). Kommen Patienten mit Heiserkeit und rauem Hals in die Praxis, kann der Arzt mit sieben einfachen Verhaltenstipps helfen, die Stimme schnell wieder flott zu bekommen.

Sieben Tipps gegen Heiserkeit

Wärme, Stimme schonen und Lutschtabletten lindern Heiserkeit.

© Weiss / imago

Klagen erkältete Patienten, dass ihre Stimme rau klingt oder fast verschwunden ist und der Hals kratzt, können ihnen folgende Tipps mitgegeben werden:

Sprechen Sie so wenig wie möglich, vermeiden Sie ständiges Räuspern. Selbst Flüstern belastet die Stimmbänder, da das ein unnatürliches Sprechverhalten ist, das die Stimmbänder belastet.

Trinken Sie ausreichend. Empfehlenswert sind 1,5 bis 2 Liter am Tag. Bei einer im Zuge einer Erkältung angegriffenen Stimme bringt warmer Salbei- oder Ingwertee Linderung. Kommt ein Hustenreiz dazu, sind auch Teemischungen mit Eibischwurzel, Isländisch Moos und Süßholzwurzel geeignet.

Halten Sie Ihre Atemwege feucht. Ein bewährtes Mittel dafür ist die Inhalation von Sole, Salbei- oder Kamillenextrakt bzw. Kamillenblüten. Beispiel: Eine Handvoll Kamillenblüten mit siedendem Wasser übergießen, Handtuch über den Kopf ziehen, Dampf 5 Minuten einatmen.

Sorgen Sie auch für eine ausreichende Befeuchtung der Wohnräume (etwa durch Stoßlüften (dreimal täglich für fünf Minuten) und das Aufstellen von Wasserbehältern auf den Heizkörpern.

Verzichten Sie für eine Weile auf anstrengende Sportarten. Leichtere Sportarten wie Wandern, Rad fahren, Spazieren gehen an der frischen Luft tun hingegen gut.

Machen Sie einen Halswickel. Quarkwickel sind zum Beispiel eine altbewährte Anwendung bei jeder Art von Halsentzündung und Heiserkeit. Anwendung: Auf ein Leinentuch, das anderthalb Mal um den Hals passt, Quark fünf bis zehn Millimeter dick mittig auftragen. Einmal Ränder umschlagen, auf Zimmertemperatur erwärmen und um den Hals legen. Darüber ein Baumwoll-/Moltontuch legen und noch einen Wollschal zum Fixieren. Dauer: ein bis drei Stunden; zweimal täglich.

Wenden Sie Entspannungstechniken an, wenn Sie viel Stress haben. Auch psychische Faktoren wie Angst können die Stimme versagen lassen. Zudem gelten Verspannungen im Hals-Nacken-Bereich ebenfalls als mögliche Ursache für Stimmstörungen.

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Hautkrebs: Schützt viel Sonne vor Melanomen?

Es scheint paradox: Wer von Kind an häufig in der Sonne ist, hat offenbar ein geringes Melanomrisiko. Das zeigt eine deutsche Fall-Kontroll-Studie. mehr »

Hepatitis-C-Therapie: Ein Prototyp für erfolgreiche Forschung

Ohne neue Forschung droht der Medizin irgendwann Stillstand. Doch nicht immer gelingt der Schritt aus der Wissenschaft in die Praxis. Deswegen macht der Internistenkongress "Forschung wird zu Medizin" zum Leitthema. Ein Paradebeispiel dafür sind die neuen Therapien gegen Hepatitis C. mehr »

Kaffeetrinker: Seltener Leberzirrhose durch Alkohol

Kaffee schützt die Leber offenbar vor den Folgen von Alkohol und falscher Ernährung: Regelmäßiger Konsum senkt das Risiko, an einer nicht viral bedingten Zirrhose zu sterben. Für Tee gilt das nicht. mehr »