Ärzte Zeitung online, 13.02.2009

Arzt von Achtlings-Mutter verschafft 49-Jähriger Vierlinge

LOS ANGELES (dpa). Der kalifornische Arzt, bei dem die Achtlings- Mutter Nadya Suleman in Behandlung war, soll einer 49-jährigen Frau mindestens sieben Embryonen eingepflanzt haben. Die Frau sei jetzt mit Vierlingen etwa im fünften Monat schwanger, berichtete die "Los Angeles Times" am Donnerstag unter Berufung auf mehrere nicht näher genannte Quellen.

Der umstrittene Arzt Dr. Michael Kamrava hat sich bisher nicht zu den Eingriffen geäußert. Die Gesundheitsbehörde hatte bereits nach Sulemans riskanter Achtlings-Schwangerschaft Untersuchungen aufgenommen, ob der Arzt möglicherweise seine medizinische Fürsorgepflicht verletzt hat.

In den USA gibt es keine gesetzlich festgeschriebene Höchstgrenze für die Zahl von eingepflanzten Embryonen. Viele Ärzte halten aber Schwangerschaften mit mehr als zwei Babys für riskant.

Nach Informationen der "Times" soll die 49-jährige Frau die Eier einer jüngeren Spenderin erhalten haben. Sie soll bereits drei erwachsene Kinder aus einer früheren Ehe haben, wünschte sich aber mit ihrem zweiten, jüngeren Mann noch weiteren Nachwuchs, hieß es. Die Ärzte hätten der Schwangeren bis zu der erwarteten Geburt in zwei bis drei Monaten Bettruhe verschrieben.

Mehrlings-Mutter Nadya Suleman, die jetzt insgesamt 14 Kinder hat, teilte in dieser Woche auf ihrer Webseite mit, dass die am 26. Januar geborenen Achtlinge alle gesund sind und "täglich kräftiger" werden. Im Internet ruft die 33-Jährige um Spenden für ihre Großfamilie auf. Die Sprecher der ins Kreuzfeuer der Kritik geratenen Mutter teilten am Donnerstag mit, Suleman habe bereits Spenden, aber auch Todesdrohungen erhalten.

Dem Internetdienst "tmz.com" zufolge suchte die Familie vorübergehend einen "sicheren Ort" auf. Inzwischen sei die alleinstehende Mutter mit ihren sechs älteren Kindern wieder ins Haus ihrer Eltern zurückgezogen, wo sie schon vor der Geburt der Achtlinge lebte. Die Babys müssen noch mehrere Wochen lang im Krankenhaus bleiben.

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