Ärzte Zeitung online, 03.07.2009

Viele Sachsen beantragten Zuschuss zu Befruchtung

BERLIN (dpa). In Sachsen, dem ersten Bundesland mit Zuschüssen für künstliche Befruchtung, ist in den ersten drei Monaten seit dem Start des Programms 180 Mal eine solche Hilfe gewährt worden. Das berichtete Landessozialministerin Christine Clauß (CDU) am Donnerstag in Berlin.

"Ich bin zuversichtlich, dass andere Bundesländer mit einem ähnlichen Förderprogramm folgen werden", sagte Clauß. Mehrere Landesregierungen hätten bereits angefragt. Der Vorreiter Sachsen zahlt ungewollt kinderlosen Ehepaaren seit diesem März für die zweite und dritte Behandlung eine Pauschale von jeweils bis zu 900 Euro, für die vierte bis zu 1800 Euro. Die erste werde von den Krankenkassen bezahlt, sagte ein Sprecher.

Seit die Behandlungen für die gesetzlich Krankenversicherten um jeweils mehrere tausend Euro teurer wurden, ist deren Zahl bundesweit um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Grund ist die Kürzung der Krankenkassen-Zuschüsse auf die Hälfte der Kosten im Jahr 2004. Seither wurden pro Jahr tausende Kinder weniger geboren. Laut einer Studie des gesundheitspolitischen Berliner IGES Instituts im Auftrag der Pharmafirma Merck kämen bei einer starken Beteiligung des Staats an den Kosten jährlich rund 7900 Babys mehr zur Welt, wie das Institut am Donnerstag mitteilte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »