Ärzte Zeitung, 07.05.2010

Bald 50 Jahre Pille - heute das beliebteste Verhütungsmittel

Bald 50 Jahre Pille - heute das beliebteste Verhütungsmittel

Das heutzutage meistgenutzte Verhütungsmittel von jungen Frauen. Die Anti-Baby-Pille. © shutterstock.com

NEU-ISENBURG (ikr). Vor beinahe einem halben Jahrhundert, und zwar am 18. August 1960 war es soweit: In den USA kam die erste Anti-Baby-Pille auf den Markt. Knapp ein Jahr später, am 14. Juni 1961, kam in der damaligen Bundesrepublik das erste orale Kontrazeptivum in den Handel. Die Pille ist aktuellen Studien zufolge das beliebteste Verhütungsmittel in Deutschland, gefolgt vom Kondom.

Etwa 55 Prozent der 20- bis 44-jährigen Frauen verhüten mit der Pille, und bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 72 Prozent, wie die letzte Repräsentativerhebung zum Verhütungsverhalten Erwachsener der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt. Auch bei Jugendlichen ist die Pille beliebt. So geben 87 Prozent der 14- bis 17-jährigen Mädchen an, schon einmal die Pille als Verhütungsmittel genutzt zu haben, wie die aktuelle Studie zur Jugendsexualität der BZgA zeigt.

Allerdings haben junge Mädchen häufiger Probleme, die Pille korrekt anzuwenden. Mehr als die Hälfte der jugendlichen Pillennutzerinnen hat schon einmal vergessen, sie regelmäßig einzunehmen. Um sich sowohl vor einer ungewollten Schwangerschaft als auch vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen, wählen deshalb immer mehr Jugendliche eine Doppelstrategie und benutzen Pille und Kondom gleichzeitig. Obwohl sich fast alle Frauen und Männer "sehr gut" und "gut" über Empfängnisverhütungsmethoden informiert fühlen (97 Prozent), wünscht sich ein Viertel der Befragten weitere Informationen. Dem kommt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nach.

Auf www.familienplanung.de stellt die BZgA im Internet Verhütungsinfos für Erwachsene zur Verfügung. Infos für Jugendliche bietet www.loveline.de

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Pneumonien unter Benzodiazepinen

Benzodiazepine sind bei Patienten, die an Morbus Alzheimer leiden, mit einer Häufung von Lungenentzündungen assoziiert. Für Z-Substanzen gilt das womöglich nicht. mehr »

Psychotherapie bei Borderline nur mäßig erfolgreich

Spezifische Psychotherapien sind bei Borderline-Patienten unterm Strich zwar wirksamer als unspezifische Behandlungen: Allerdings fällt die Bilanz in kontrollierten Studien eher mager aus. mehr »

KBV legt acht Punkte für eine Reformagenda vor

Rechtzeitig vor dem Bundestagswahlkampf und dem Start in eine neue Legislaturperiode hat die KBV ein Programm für eine moderne Gesundheitsversorgung vorgelegt. Was steht drin? mehr »