Ärzte Zeitung, 07.12.2010

Trisomie 21: mehr Diagnosen, aber die Prävalenz stagniert

KÖLN (ner). Die Häufigkeit der Trisomie-21-Diagnosen nimmt zu, die Prävalenz bei Lebendgeburten bleibt jedoch gleich. Dieser gegenteilige Effekt wird auf das zunehmend sensitivere SchwangerenScreening zurückgeführt.

In England und Wales habe die Häufigkeit ante- und postpartaler Trisomie-21-Diagnosen seit 1989 um 71 Prozent zugenommen, berichtete Privatdozentin Dr. Ute Germer aus Regensburg beim GynUpdate 2010 in Köln. Die Zahl der Lebendgeburten sei dagegen im gleichen Zeitraum sogar leicht gesunken.

Germer führt das auf die pränatale Diagnostik und deren Konsequenzen zurück: 92 Prozent der Schwangeren mit einem solchen Befund entscheiden sich für die Abtreibung. Ohne Screening wäre die Zahl der Neugeborenen mit Trisomie 21 um fast die Hälfte gestiegen, so Germer, und zwar wegen des zunehmenden Alters der Schwangeren.

Hinzu kommt in Großbritannien eine hohe Teilnahmerate am Screening: Sie beträgt 50 bis 60 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »