Ärzte Zeitung, 23.04.2007

EPIDEMIOLOGIE

Eine Struma oder Knoten hat in Deutschland jeder Dritte zwischen 18 und 65 Jahren. Das hat die Schilddrüsenerhebung Papillon ergeben. Und: Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen.

M. Basedow oder Hashimoto haben jeweils bis zu einem Prozent der Bevölkerung hierzulande. Beide Autoimmunkrankheiten werden häufig nach dem 30. bis 35. Lebensjahr manifest. Frauen sind viel häufiger betroffen als Männer.

Schilddrüsen-Krebs ist selten. Die Inzidenz beträgt etwa 4 pro 100 000 Einwohner. Frauen sind 2- bis 3-mal häufiger betroffen. Die differenzierten Karzinome machen bis zu 90 Prozent aus und haben eine recht gute Prognose: Die 10-Jahres-Überlebensraten liegen zwischen 80 bis 90 Prozent bei papillären und 60 bis 75 Prozent bei follikulären Schilddrüsen-Karzinomen.

In Deutschland sind Autonomien die häufigste Ursache von Schilddrüsen-Überfunktionen. Bei Patienten mit autonomen Schilddrüsengewebe, die noch euthyreot sind und keine Symptome einer Überfunktion haben, beträgt die Hyperthyreose-Inzidenz 5 Prozent pro Jahr. (eb)

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