Ärzte Zeitung, 29.04.2009

Einfaches Schema zur Diagnose bei Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind meist harmlos. Es kann sich aber auch ein Malignom dahinter verbergen.

Professor Bruno Allolio aus Würzburg empfahl einen einfachen Diagnosealgorithmus. Demnach sollte bei tastbaren Knoten generell eine Ultraschalluntersuchung und eine Feinnadelpunktion gemacht werden, um Malignität nachzuweisen oder zu widerlegen.

Bei Tastbefund: Ultraschall und Punktion.

Bei nicht tastbaren Zufallsbefunden im Ultraschall ("Inzidentalome") ist die Größe entscheidend: Bei Knoten bis zu einem Zentimeter Durchmesser könne die Wachstumsdynamik nach sechs und zwölf Monaten kontrolliert werden.

Jenseits von 15 Millimetern wird wie bei tastbaren Knoten verfahren, also punktiert. "Dazwischen hängt die Entscheidung für eine Feinnadelbiopsie von der Sonomorphologie ab", sagte Allolio. Als suspekt gelten Knoten, deren Rand unscharf ist, die tiefer als breit oder sehr echoarm sind, die Mikro- oder Makrokalkablagerungen aufweisen. "In diesen Fällen sollte eine Punktion erfolgen. Ansonsten kann abgewartet werden", sagte Allolio. (gvg)

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