Ärzte Zeitung, 14.06.2011

Kongressvorschau

Schilddrüsenwissen wird aufgefrischt

Schilddrüsenhormone wirken auf Wachstum und Funktion nahezu aller Organe, wobei bereits eine leichte TSH-Schwankung im oberen oder unteren Referenzbereich unter besonderen Umständen zu gravierenden Folgen führen kann. So kann ein erhöhter TSH-Wert bei Schwangeren zu einer verzögerten Hirnreifung des Feten mit später niedrigerem IQ führen.

Patienten im fortgeschrittenen Stadium müssen bei erniedrigten TSH-Werten mit Herzrhythmusstörungen, Vorhofflimmern und erhöhter kardiovaskulärer Morbidität rechnen.

Das Seminar gibt einen Überblick über Ursachen und Risikofaktoren von Schilddrüsenvergrößerungen und -knoten sowie die modernen Behandlungskonzepte. Aufgrund der aktuellen Diskussionen im Rahmen von Unfällen in Kernkraftwerken (GAU) werden auch die möglichen Folgen und notwendigen Konsequenzen (etwa Iodblockade der Schilddrüse) bei einer Freisetzung von Radioiodisotopen thematisiert.

Professor Markus Luster aus Ulm hält seinen Vortrag "Update Schilddrüse" am 8. Juli von 14 bis 17 Uhr.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »