Ärzte Zeitung, 31.08.2006

Männerüberschuß schadet der Gesellschaft

Studie: Wenn viele Männer keine Familie gründen können, nimmt die Kriminalität zu

Ein Überschuß an Männern kann eine Gesellschaft aus dem sozialen Gleichgewicht bringen. Das legt eine Studie von Wissenschaftlern aus Großbritannien und China nahe.

Im Jahr 2004 waren 50,4 Prozent der globalen Bevölkerung Männer. In weiten Teilen Asiens und Nordafrikas haben die Traditionen das normale Geschlechterverhältnis jedoch verschoben. Allein in Indien und China fehlen heute 80 Millionen Frauen.

Laut Therese Hesketh vom University College London und Zuhu Wei Xing von der Zhejiang Normal University in Jinhua wird es in diesen Ländern in den nächsten 20 Jahren einen Männerüberschuß von 12 bis 15 Prozent geben. Diese Männer könnten keine Familie gründen - und das in Gesellschaften, in der der soziale Status stark von einer Heirat und einer Familie abhängt.

Gibt es zu wenige Frauen, können diese in die obere Schicht der Gesellschaft einheiraten. Den ledigen Männern aus niederen Schichten hingegen fehlt diese Möglichkeit. Sie werden an der Rand der Gesellschaft gedrängt und können ihre Sexualität nur sehr beschränkt ausleben.

Diese Situation kann nach Ansicht von Hesketh und Xing zu vermehrtem asozialen Verhalten und Gewalt führen und letztlich die Stabilität der Gesellschaft gefährden. (ddp.vwd)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »