Ärzte Zeitung, 11.04.2007

Hypogonadismus - Hormon i.m. alle drei Monate

Symptome des Testosteronmangels gelindert / Auch Verringerung des Cholesterins um etwa 15 Prozent

BERLIN (gvg). Durch die intramuskuläre Therapie mit Testosteron-Undecanoat können bei Menschen mit Hypogonadismus konstant normale Testosteron-Konzentrationen im Serum erreicht werden. Bei neun von zehn Patienten lassen sich so Testosteronmangel-Symptome effektiv lindern.

Das ist das Ergebnis einer offenen, prospektiven Studie, an der 96 Patienten mit Hypogonadismus teilnahmen. Die Ergebnisse wurden beim Europäischen Urologenkongress in Berlin vorgestellt. Die Männer klagten über Testosteron-Mangelsymptome wie Libido-Verlust, Schlafprobleme oder Stimmungsschwankungen. Sie hatten im Schnitt eine Gesamttestosteron-Konzentration im Serum von 5,6 nmol/l. Bei Werten von weniger als 8 bis 12 nmol/l wird bei Mangelsymptomen eine Therapie empfohlen.

Behandelt wurde mit einer Dreimonatsspritze mit 1000 mg Testosteron-Undecanoat (Nebido®): Die ersten beiden intramuskulären Injektionen erfolgten im Abstand von maximal zehn Wochen. Danach hatten die Ärzte bis zu 14 Wochen Zeit für jede weitere Injektion. "Die Testosteron-Konzentration am Ende jedes Dosierungsintervalls lag im Median zwischen 12 und 13,5 nmol/l und damit deutlich im normalen Bereich", sagte Professor Hermann Behre von der Uni Halle/Saale. Obwohl die Injektionen nur vierteljährlich erfolgten, wurde der gewünschte Bereich sicher erreicht.

Auch die Symptome ließen sich wie gewünscht kontrollieren: "Neun von zehn Patienten waren mit der Wirkung zufrieden oder sehr zufrieden", sagte Behre auf der von Jenapharm unterstützten Veranstaltung. Auch die Ergebnisse zur Sicherheit seien gut. So sei das durchschnittliche Prostatavolumen nur von 20,7 auf 22,6 ml gestiegen. Günstig sei auch, dass sich bei der Testosteron-Therapie das Gesamtcholesterin um etwa 15 Prozent verringerte. Der Anteil der Patienten, die einen HbA1c-Wert über sechs Prozent hatten, halbierte sich.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »