Ärzte Zeitung, 14.05.2004

Gentherapie mit modifizierten HIV gegen HIV getestet

MARYLAND (mut). Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, so ähnlich soll eine Gentherapie gegen HIV funktionieren, die erstmals an drei Patienten geprüft wurde. Anders als die Redensart nahelegt, versprechen sich US-Forscher des US-Unternehmens Virxsys aus Maryland einen Erfolg von der Methode.

Die Forscher hatten drei Patienten mit gentechnisch veränderten HI-Viren behandelt. Dazu hatten sie den Patienten T-Zellen entnommen, mit den modifizierten Viren infiziert und die Zellen anschließen zurückübertragen. Werden die so manipulierten Zellen von natürlichen HIV angegriffen, produzieren sie eine RNA, die die Virusvermehrung stoppt, berichten die Forscher in der Online-Ausgabe des Magazins "New-Scientist".

Das Ergebnis der Phase-I-Studie: Die Serumkonzentration der natürlichen HIV bei den drei Patienten erhöhte sich nicht weiter und die Zahl der T-Zellen blieb konstant. Die Wirksamkeit der Methode soll nun in einer Phase-II-Studie getestet werden.

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