Ärzte Zeitung, 13.07.2004

Studie zur HIV-Frühtherapie

Frühe Behandlung unterdrückt Antikörperbildung

BANGKOK (Rö). Bei einigen HIV-Infizierten, die bereits im Frühstadium nach der Infektion antiviral behandelt werden, zeigt im peripheren Blut der Antikörpertest keine Reaktion. In einer Studie, die jetzt bei der XV. Internationalen Aids-Konferenz vorgestellt worden ist, war dies bei sechs von 87 HIV-Infizierten der Fall.

Wie Dr. C. Bradley Hare vom San Francisco General Hospital in Bangkok berichtet hat, bedeutet dies jedoch nicht, daß diese Menschen geheilt sind. Wird die Therapie wieder abgesetzt, enthält das Blut wieder Viren. Offenbar werde durch die Therapie bei einigen Menschen die Virusvermehrung so stark unterdrückt, daß sich keine Antikörper bildeten.

Ausführliche Informationen zum Kongreß: www.aids2004.org

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