Ärzte Zeitung, 01.12.2004

KOMMENTAR

Erfolg darf nicht verspielt werden

Von Peter Leiner

In Deutschland ist es gelungen, durch konsequente Präventionsarbeit die Zahl der sich neu mit HIV infizierenden Menschen mit etwa 2000 pro Jahr im Weltvergleich sehr niedrig zu halten. Die Anstrengungen und das Erreichte sind beispielhaft.

Der Erfolg dieser Arbeit spiegelt sich unter anderem auch darin wider, daß es unter denen, die sich Drogen intravenös spritzen, viel weniger Menschen gibt, die sich in diesem Jahr neu mit HIV infiziert haben, als noch vor ein paar Jahren. So ist diese Gruppe mit einem Anteil von acht Prozent der Neuinfektionen 2004 von Platz zwei auf Platz drei gerutscht.

Dafür sind nach Männern, die Sex mit Männern haben - immerhin 55 Prozent aller Neuinfektionen -, mit einem Anteil von 21 Prozent Menschen aus Hochrisiko-Regionen, etwas aus dem südlichen Afrika, an die zweite Position vorgerückt.

Damit das bisher Erreichte nicht verlorengeht, müssen künftig die Präventionsbemühungen auf Migranten ausgeweitet werden. Dies gilt besonders für die Frauen unter ihnen, die weltweit durch HIV besonders gefährdet sind. Damit das hohe Niveau der Prävention und der Versorgung in Deutschland nicht verspielt wird, ist es geboten, das nachlassende Bewußtsein für Aids in Deutschland wieder zu erhöhen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
In Deutschland hat die Zahl der Migranten, die mit dem Aids-Erreger infiziert sind, zugenommen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »