Ärzte Zeitung, 22.02.2007

Forscher machen Einstiegsluke für HIV dicht

NEU-ISENBURG (eb). Mit einer neuen Methode wollen Forscher T-Zellen vor einer HIV-Infektion schützen: Mit Nanoröhrchen und RNA wollen sie bestimmte Gene in der Zelle abschalten.

Werden kurze RNA-Schnipsel (kleine, interferierende RNA, siRNA) in Zellen eingeschleust, können damit bestimmte Gene abgeschaltet werden. Wird etwa das Gen für den CD4-Rezeptor auf T-Zellen und primären Blutzellen stillgelegt, können HI-Viren nicht mehr andocken und die Zellen infizieren. Bisher wurde versucht, die siRNA mit Liposomen in die Blutzellen zu bringen. Die Forscher der Uni Stanford hingegen benutzen Nanoröhrchen aus Kohlenstoff dazu (Angewandte Chemie 12, 2007, 119). Nanoröhrchen sind winzigste Nadeln aus Kohlenstoff, die mit der siRNA beschichtet werden. Dringen die Röhrchen in die Zelle ein, schaltet die siRNA das gewünschte Gen ab.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Diese Videos sollten Sie unbedingt sehen

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag weiterhin

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »