Ärzte Zeitung online, 25.07.2008

Aids - Rückzug aus der Impfstoff-Forschung

WASHINGTON (dpa). Nach mehreren schweren Rückschlägen hat die Aids-Forschung in den USA eine radikale Wende zurück zur Grundlagenforschung eingeläutet.

Das Nationale Institut für Allergie- und Infektionskrankheiten NIAID, das rund 80 Prozent der weltweiten Ausgaben für die Impfstoff-Suche verantwortet, will sich künftig statt auf klinische Versuche mit Patienten stärker auf die Basisrecherche im Labor konzentrieren. Das sagte Institutschef Anthony Fauci im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Statt der Suche nach einem Impfstoff müsse es zunächst darum gehen, den Mechanismus zu verstehen, mit dem sich das wandlungsfähige HI-Virus immer wieder dem Fokus des menschlichen Immunsystems entzieht.

"Wir dürfen nicht erwarten, dass wir morgen einen großen Impfversuch starten können und in ein paar Jahren die Antwort haben", sagte Fauci. Sein Institut hatte jüngst einen geplanten Impfstoffversuch noch vor Beginn gekippt, nachdem sich ein sehr ähnlicher Impfstoffkandidat als Fehlschlag erwiesen hatte.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »