Ärzte Zeitung online, 15.04.2009

Aids-Hilfe nennt Verhaftung der No-Angels-Sängerin unverhältnismäßig

BERLIN (dpa). Die Verhaftung der Sängerin ist aus Sicht der Deutschen Aids-Hilfe eine unverhältnismäßige Aktion der hessischen Justiz. Frauenreferentin Marianne Rademacher forderte die Freilassung von Nadja Benaissa. Die Verantwortung für den angeblich ungeschützten Sexualverkehr werde allein ihr zugeschoben, ohne nach der Mitverantwortung ihrer Sexualpartner zu fragen.

Die deutsche Politik der HIV- und Aidsbekämpfung gehe aber von der Verantwortung jedes Einzelnen, von der Solidarität und der Bekämpfung jeder Art von Stigmatisierung aus. Die Kriminalisierung der HIV-Übertragung könne Menschen dazu bringen, sich aus Angst nicht testen zu lassen.

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