Ärzte Zeitung online, 27.11.2009

UN-Generalsekretär warnt vor Diskriminierung von HIV-Patienten

NEW YORK (dpa). Fortschritte im Kampf gegen Aids werden nach den Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon noch immer von der Zahl der Neuinfektionen in den Schatten gestellt.

In einer Erklärung zum Weltaidstag am kommenden Dienstag, dem 1. Dezember, warnt Ban davor, Menschen mit hohem Infektionsrisiko und bereits Infizierten den Zugang zur HIV-Prävention, Behandlung und Betreuung zu erschweren.

"Bis jetzt heizen die Diskriminierung von Prostituierten, Drogenkonsumenten und Männern, die mit Männern Sex haben, die Epidemie noch an und verhindern kosteneffiziente Interventionen", erklärte Ban nach UN-Angaben vom Donnerstag.

Im Klartext hieße das, die Diskriminierung und Stigmatisierung von Risikogruppen zu überwinden und der Gewalt gegen Frauen und Mädchen ein Ende zu bereiten. Ban forderte alle Länder weltweit auf, Strafgesetze, Bestimmungen und Praktiken einzustellen, die Maßnahmen gegen Aids erschweren. "Lassen Sie uns an diesem Weltaidstag die Menschenrechte hochhalten für alle Menschen, die mit Aids leben oder mit dem Risiko einer Infektion konfrontiert sind", erklärte der UN-Chef in seiner Botschaft.

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