Ärzte Zeitung online, 01.12.2009

Schmerzensgeld für Aids-Opfer in Italien

STRAßBURG (dpa). Italien muss Hinterbliebenen von Aids-Toten durch Blutübertragungen aus den 80er Jahren fast 160 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschied am Dienstag in Straßburg, in dem Fall sei gegen das Diskriminierungsverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen worden.

Die Opfer waren nach Blutübertragungen zur Bekämpfung der Thalassämie, einer genetischen Veränderung der roten Blutkörperchen, gestorben.

Der italienische Staat hatte anders als bei Angehörigen von Aids-Toten, die an der Bluterkrankheit gelitten hatten, keine Entschädigungen zugesprochen. Mit dieser Gruppe hatten sich die italienischen Behörden gütlich geeinigt. Die unterschiedliche Behandlung von Thalassämie- und Bluter-Kranken sei ein Verstoß gegen das Diskriminierungsverbot, befanden die Straßburger Richter.

AZ: 43134/05

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »