Ärzte Zeitung online, 05.03.2010

Ban und Clinton starten Spendenaktion gegen Aids

NEW YORK (dpa). Im Kampf gegen Malaria und Aids bitten die Vereinten Nationen um eine Minispende von Reisenden. Zwei Euro oder Dollar können bei der Buchung einer Reise oder eines Fluges gespendet werden.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und der frühere US-Präsident Bill Clinton starteten am Donnerstag in New York die Kampagne "Massivegood", mit der bei der Buchung einer Reise oder eines Fluges oder Mietwagens zwei Euro oder Dollar gespendet werden können. Mit den Einnahmen soll der Kampf gegen Malaria, Tuberkulose, Aids und andere Krankheiten unterstützt werden.

Vorerst funktioniert "Massivegood" nur in den USA, im Sommer soll es aber auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern starten. Die Initiatoren hoffen nach einer mehrjährigen Startphase auf jährliche Spenden in Höhe von einer Milliarde Dollar (derzeit 735 Millionen Euro)

"Ich hoffe, dass dieses Beispiel an Menschlichkeit auch andere Branchen zu Hilfsaktionen animiert", sagte Clinton. Der Arzt und frühere französische Außenminister Philippe Douste-Blazy sagte als einer der Initiatoren, es sei immer schwieriger, Spendengelder von Firmen einzuwerben. "Wir brauchen neue, innovative Wege. "Massivegood" ist einer davon. Mit nur einem Klick können Sie zwei Kinder vor Malaria retten. Das ist nicht einmal eine Tasse Kaffee!"

Douste-Blazy setzt nach eigenen Worten große Hoffnungen auf Deutschland. "Zum einen, weil wir mit Lufthansa einen großen und wichtigen Partner gefunden haben. Zum anderen ist uns das Land aber so wichtig, weil sich die Deutschen ebenso wie die deutsche Regierung immer als sehr spendenfreudig gezeigt haben."

www.massivegood.org

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »