Ärzte Zeitung online, 10.06.2011

UN-Ziel: Aidsmittel für 80 Prozent der bedürftigen HIV-Infizierten

NEW YORK (dpa). Die Vereinten Nationen wollen dafür sorgen, dass mindestens 80 Prozent aller behandlungsbedürftigen HIV-Infizierten weltweit bis 2016 die lebensverlängernden Medikamente erhalten.

Das Ziel, den "universellen Zugang" zu Aidsmitteln einzuführen, wurde am Donnerstag von einer hochrangigen HIV/Aids-Konferenz in New York bekräftigt.

Es soll am Freitag zum Abschluss der Tagung in Form einer Erklärung verabschiedet und von allen Teilnehmern, darunter auch mehr als 30 Staats- und Regierungschefs, unterzeichnet werden.

Das Vorhaben fordert seinen Preis. Nach Angaben des Global Fund, dem größten Geldgeber im Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose, muss die internationale Gemeinschaft etwa 23 Milliarden Dollar (knapp 16 Milliarden Euro) aufbringen, um die Zielgruppe von 15 Millionen HIV-Infizierten zu behandeln.

Ansteckungsrisiko sinkt dank Aidsmittel

Damit soll auch die Immunschwäche-Epidemie eingedämmt werden. Jüngste Studien zeigen, dass die Aidsmittel das Ansteckungsrisiko für Sexpartner von behandelten Infizierten um mehr als 90 Prozent senken.

Für die Kosten des Programms kommen vor allem die Industrieländer, aber zunehmend auch Schwellenländer auf.

Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise seien die Einzahlungen in den Global Fund in den vergangenen zwei Jahren allerdings insgesamt zurückgegangen, bedauerte ein Sprecher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Therapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »