Ärzte Zeitung online, 28.11.2014

Aids

Immer mehr Jugendliche infizieren sich mit HIV

Die Stiftung Weltbevölkerung warnt davor, sich auf den Fortschritten beim Kampf gegen Aids auszuruhen. Zwar sei die Zahl der Toten in den vergangenen Jahren deutlich gesunken - bei Jugendlichen sei der Trend jedoch gegenläufig.

HANNOVER. Insgesamt sei die Zahl der jährlichen Todesfälle seit 2005 um 30 Prozent auf 1,5 Millionen im Jahr 2012 zurückgegangen. "Die weltweiten Fortschritte im Kampf gegen Aids zeigen, dass sich Investitionen in HIV-Prävention und Behandlung auszahlen", sagte Geschäftsführerin Renate Bähr im Vorfeld des Welt-Aids-Tages am Montag. Allerdings erfordere die besorgniserregende Entwicklung bei Teenagern schnelles Handeln.

Bei jungen Menschen zwischen 10 und 19 Jahren sei die Zahl der jährlichen Toten seit 2005 um 50 Prozent auf 110.000 im Jahr 2012 gestiegen. Dabei sei fast nur Afrika südlich der Sahara betroffen.

"Vor allem Mädchen brauchen besseren Schutz, da sie einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind", sagte Bähr. Die Bundesregierung müsse mehr in die Gesundheitsversorgung von Jugendlichen in Entwicklungsländern investieren. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »