Ärzte Zeitung, 30.11.2016

CD4-Zellen im Fokus

Hat die Virus-Virulenz zugenommen?

BERLIN. Neue Studiendaten deuten darauf hin, dass sich die HIV-1Virulenz im Laufe der Epidemie möglicherweise erhöht hat (AIDS 2016; 12:1995–1997).

Forscher haben den Rückgang der CD4-Zellen bei antiretroviral naiven Patienten in der ClinSurv-HIV-Kohorte untersucht, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI).

Basierend auf der Annahme, dass die Rate des CD4-Zellverlusts bei unbehandelten HIV-Infizierten mit der Virulenz von HIV 1 korreliert ist, wurde der Verfall des Immunsystems anhand des jährlichen Rückgangs der CD4-Zellzahlen von 4616 Probanden ausgewertet.

Im Zeitraum von 1985 bis 1995 wurde ein medianer jährlicher Rückgang der CD4-Zellen von 48 Zellen/μl beobachtet. Dieser Rückgang der CD4-Zellen nahm signifikant im Beobachtungszeitraum zu. Im Zeitraum von 1999 bis 2009 zeigte sich ein medianer jährlicher Verlust der CD4-Zellen von 68 Zellen/μl. (mal)

Topics
Schlagworte
AIDS / HIV (1726)
Immunologie und Mikrobiologie (789)
Organisationen
RKI (1798)
Krankheiten
AIDS (3205)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

KFZ-Diät erleichtert Abnehmen mit Genuss

"Low Fat" und "Low Carb" sind zwei mögliche Strategien, um Gewicht zu reduzieren. Die KFZ-Diät nutzt die Vorteile beider Methoden für ein ausgewogenes Ernährungsprogramm. mehr »

Nahrungsergänzungsmittel – sinnvoll oder Unsinn?

In einer Sitzung beim Internistenkongress wurden Argumente pro und contra Nahrungsergänzungsmittel in den Ring geworfen. mehr »

Haus- oder fachärztlicher Patient? Diese Diskussion ist toxisch!

Der neue KBV-Vorstand will den Konflikt zwischen Haus- und Fachärzten überwinden. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" wird klar, welche Forderungen die Vertragsärzte an die Politik haben. mehr »