Ärzte Zeitung, 03.03.2004

H. pylori wird immer resistenter

BERLIN (dpa). Der Magenkeim Helicobacter pylori läßt sich immer schlechter mit Antibiotika bekämpfen. Bei der Behandlung von Patienten mit entsprechender Gastritis sollten Kollegen verstärkt auf mögliche Antibiotika-Resistenzen achten, empfiehlt das Robert Koch-Institut in Berlin.

Nach Erkenntnissen des Netzwerks mikrobiologischer Zentren (Resinet) haben bereits 28 Prozent der deutschen Patienten vor einer Behandlung eine Resistenz gegen das Antibiotikum Metronidazol entwickelt. Bei vier Prozent der Erkrankten schlägt eine Behandlung mit Clarithromycin nicht mehr an.

Werden Patienten wiederholt ohne vorherigen Antibiotika-Test behandelt, kann es nach Erkenntnissen der Resinet-Studie zu Doppelresistenzen kommen, besonders gegen Metronidazol und Clarithromycin. Bei Erkrankten mit einer Vorbehandlung waren beispielsweise bereits über 70 Prozent der Isolate resistent gegen Metronidazol.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »