Ärzte Zeitung, 24.05.2004

Tollwut-Patient in München gestorben

MÜNCHEN (dpa). Ein 60jähriger Mann ist am Dienstag im Münchner Klinikum Großhadern an Tollwut gestorben. Der Mann habe sich auf einer Indien-Reise vermutlich durch einen Hundebiß mit dem Virus angesteckt, berichtete das Münchner Tropeninstitut. Obwohl er einen Arzt aufgesucht habe, sei die Infektion nicht entdeckt worden.

"Nicht jeder Infizierte erkrankt an Tollwut, aber jeder Erkrankte stirbt - das ist der traurige Leitsatz für die Tollwut", warnte Professor Hans Nothdurft vom Münchner Tropeninstitut.

Wer in einem tollwutgefährdeten Gebiet von einem Tier gebissen werde, müsse sofort den Arzt aufsuchen, sagte der Mediziner. "Eine sofortige Impfung kann die Krankheit verhindern, gegen die Tollwut selbst gibt es aber keine Therapie."

In Deutschland erkrankt nach Expertenaussagen etwa alle zwei Jahre ein Mensch an Tollwut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »