Ärzte Zeitung, 03.03.2005

TIP

Bei Handschuhwechsel Händedesinfektion !

Immer mehr Patienten, die mit multiresistenten Keimen dauerhaft infiziert sind, werden auch in Praxen behandelt. Um sich und vor allem immunsupprimierte Patienten vor einer Infektion zu schützen, rät Privatdozent Heinz-Michael Just vom Klinikum Nürnberg zu einer bewußten Händedesinfektion. So sei sie zwar bei einer bekannten Kontamination selbstverständlich.

Sie empfehle sich aber generell auch, bevor etwa Infusionen, Spritzen oder Medikamente gerichtet werden, vor Punktionen, Anlegen von Infusionen und vor einem Verbandswechsel. Und die Hände sollten auch nach dem Ausziehen von Einmalhandschuhen desinfiziert werden!

Warum? Weil in solchen Handschuhen sich Hautkeime wie im Brutkasten vermehren können. Und die vielen Keime werden dann auf den nächsten Patienten übertragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »