Ärzte Zeitung, 10.11.2005

Infektionen mit dem Hantavirus häufen sich

MARBURG (ug). In Deutschland gibt es in diesem Jahr besonders viele Infektionen mit dem Hantavirus: In den vergangenen Wochen habe es sogar in mehreren Landkreisen und Städten "eine ungewöhnliche Häufung" gegeben, so das Deutsche Grüne Kreuz (dgk) in Marburg.

Darunter seien der Landkreis Osnabrück, Köln (im Stadtwald) und zuletzt Bottrop (Informationsdienst 11, 2005, 6). Betroffen sind vor allem die Länder Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen.

Grund für diese Zunahme sei die starke Vermehrung von Mäusen in Frühjahr, so das dgk. Rötel- und Brandmäuse sowie Wanderratten können das Virus durch ihre Exkremente verbreiten. Eine Hantavirus-Infektion beginnt abrupt mit hohem Fieber und kann zu akutem Nierenversagen führen. Meistens aber verläuft die Infektion asymptomatisch.

Die Infektion erfolgt meist über Staub, der getrocknete Mäuse-Exkremente enthält. Staubige Räume, in denen Mäuse waren, sollten feucht geputzt werden. Das dgk rät, dabei eine Staubschutzmaske zu tragen.

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