Ärzte Zeitung, 06.02.2006

Neue Variante von Milzbrand entdeckt

BERLIN/LEIPZIG (dpa). Deutsche Forscher haben in Kamerun eine bislang unbekannte Variante des Milzbranderregers entdeckt. Die Variante von Bacillus anthracis wurde bei drei Schimpansen und einem Gorilla isoliert (PLoS Pathogens 2, 2006,1).

Der Fund belege, daß Milzbrandbakterien als Todesursache freilebender Menschenaffen weiter verbreitet seien als bisher vermutet, so die Forscher vom Robert-Koch-Institut (RKI) und vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Die Entdeckung belege, daß in tropischen Regenwäldern ein unbekanntes Potential an Krankheitserregern vorhanden sei, so Professor Reinhard Kurth vom RKI.

Durch die Zerstörung der Regenwälder rückten Menschen und im Regenwald lebende Tiere immer näher zusammen. Dadurch steige das Risiko, daß Menschen in engen Kontakt mit neuen Krankheitserregern oder neuen Varianten von bekannten Erregern kommen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »