Ärzte Zeitung, 09.10.2006

Diagnose einer Zoonose erfolgt oft erst spät

JENA (dpa). Für eine enge Zusammenarbeit von Human- und Veterinärmedizinern zur Frühdiagnostik von Zoonosen hat sich Petra Reinhold, Präsidentin der internationalen Veterinärmedizinischen Gesellschaft für Lungenerkrankungen, ausgesprochen.

Atemwegskrankheiten wie das Query-Fieber (Q-Fieber) und die Papageienkrankheit würden bei Menschen oft erst spät erkannt. Bei beiden Krankheiten haben Patienten grippeähnliche Symptome. Mehr als 200 Menschen in Jena litten im Sommer vergangenen Jahres an Q-Fieber, das von Schafen übertragen worden war.

Fast zeitgleich war in Sachsen-Anhalt unter Tieren eines Geflügelhalters die Papageienkrankheit ausgebrochen. In Sachsen-Anhalt und Thüringen erkrankten daran sechs Menschen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »