Ärzte Zeitung, 10.01.2007

Über 60 Tote in Kenia durch Rift-Tal-Fieber

NAIROBI (mut). Im Nordosten Kenias ist es zu einem Ausbruch von Rift-Tal-Fieber gekommen. Nach Angaben der Zeitschrift "New York Times" sind bei dem Ausbruch inzwischen 165 Menschen schwer erkrankt und 62 gestorben. Betroffen ist eine Region um die Stadt Garissa etwa 200 km entfernt von Nairobi, teilt die WHO mit. Auslöser des Ausbruchs sind offenbar schwere Überschwemmungen in der Region. Diese führten zu einer starken Vermehrung von krankheitsübertragenden Mücken.

Das nach dem Rift-Tal in Kenia benannte Virus befällt primär Vieh, kann aber durch direkten Kontakt mit Tieren und Tierprodukten und durch Mücken auf Menschen übertragen werden. Zwar erkrankt nur ein geringer Teil der infizierten Menschen, bei diesen kommt es aber oft innerhalb weniger Tage zu Hämorrhagien und Multi-Organ-Versagen. Den letzten großen Ausbruch gab es 1997 in Kenia. Damals starben etwa 170 Menschen.

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