Ärzte Zeitung, 17.10.2007

Malaria wird immer weniger eingeschleppt

BERLIN (dpa). Die Zahl eingeschleppter Malaria-Erkrankungen ist in Deutschland erneut gesunken. 2006 registrierte das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin 566 Erkrankte. Das waren knapp zehn Prozent weniger als 2005 (Epid Bull 41, 2007, 376).

Damit ist die Zahl an importierter Malaria im fünften Jahr in Folge gesunken. Vier Patienten starben im vergangenen Jahr. Seit Beginn des Meldeverfahrens nach dem neuen Infektionsschutzgesetz 2001 hat sich die registrierte Fallzahl von 1049 nahezu halbiert.

Der Grund: Touristen informieren sich heute vor einer Reise in Infektionsgebiete besser. Nach Ansicht des RKI ließe sich durch konsequente Vorbeugung die Zahl importierter Malariafälle noch weiter senken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Personal-Notstand auf deutschen Intensivstationen

Auf deutschen Intensivstationen fehlen mehr als 3000 Spezialpflegekräfte. Die Krankenhäuser wollen reagieren. Das Personal denkt über einen Großstreik nach. mehr »

HIV-Impfung generiert Immunantwort

Eine Impfung gegen HIV ist in frühen klinischen Studien. Erste Ergebnisse sind positiv. mehr »

Warum die Putzhilfe glücklich macht

Putzen, Wäsche waschen, Kochen: Viele Menschen empfinden all das als nervige Pflichten. Wer Geld hat, kann andere für sich arbeiten lassen - und fühlt sich dann zufriedener. Das haben Forscher herausgefunden. mehr »