Ärzte Zeitung, 05.12.2007

Berlin erhält ein Labor mit Hochsicherheit

BERLIN (eb). Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin erhält ein Labor der Hochsicherheitsstufe BSL-4. Nach Marburg und Hamburg wird Berlin der dritte deutsche Standort eines solchen Labors sein.

Das Sicherheitslabor ist Teil eines Neubaus am RKI-Standort im Wedding. In den ersten Bauabschnitt investiere die Bundesregierung etwa 110 Millionen Euro in das neue Labor- und Bürogebäude, teilt das RKI mit.

"Die Möglichkeiten für Forschung und Diagnostik zum Schutz der Bevölkerung vor Krankheiten werden deutlich verbessert", so RKI-Präsident Professor Reinhard Kurth. So sei bei schwer verlaufenden Erkrankungen durch zuvor unbekannte Erreger - etwa SARS - zumindest bei den ersten Laboruntersuchungen die höchste Sicherheitsstufe sinnvoll. Auch bei Verdacht auf einen bioterroristischen Anschlag sei eine schnelle Diagnostik in der gebotenen Sicherheitsstufe entscheidend, so das RKI.

Topics
Schlagworte
Infektionen (13997)
Organisationen
RKI (1784)
Personen
Reinhard Kurth (57)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »