Ärzte Zeitung, 21.02.2008

Infektionen mit Hantaviren stark gestiegen

DÜSSELDORF (hub). Die Zahl gemeldeter Erkrankungen durch Hantaviren war im vergangenen Jahr so hoch wie nie zuvor. Kumulativ wurden dem Robert-Koch-Institut 2007 bundesweit 1681 Erkrankungen gemeldet. 2006 waren es nur 72. Das teilt das Centrum für Reisemedizin (CRM) mit.

Als Ursache gilt die starke Vermehrung der Mäuse, darunter der Rötelmaus, die dem Virus als Reservoir dienen. Die Nager scheiden die Viren über Kot, Urin und Speichel aus, ohne selbst zu erkranken.

Die Infektion erfolgt aerogen durch erregerhaltigen Staub, seltener durch Bissverletzungen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nicht beobachtet. Kontakte zu Nagern sollten vermieden werden. Beim Fegen von Mäusekot kann eine Schutzmaske das Einatmen kontaminierten Staubs verhindern.

Mehr Infos unter www.rki.de - Suche mit "Hantavirus"

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