Ärzte Zeitung online, 22.04.2008

Masern-Alarm an Freiburger Schule wird verlängert

FREIBURG (dpa). Rund zwei Wochen nach dem Ausbruch von Masern an der Staudinger-Gesamtschule in Freiburg sind die Sicherheitskontrollen in dem Gebäude verlängert worden.

In den vergangenen Tagen seien weitere Schüler an Masern erkrankt, sagte Schulleiter Wolfgang Kolb am Dienstag auf Anfrage. Die Ansteckungsgefahr sei nach wie vor hoch. Die Schutzmaßnahmen würden bis mindestens Montag kommender Woche andauern. Kinder und Jugendliche, die nicht gegen Masern geimpft sind, dürften das Schulgebäude bis dahin nicht betreten. Ursprünglich geplant war, dass der Masern-Alarm am Mittwoch, 23. April endet.

Die Masern breiten sich in Baden- Württemberg weiter aus. Bis zum vergangenen Freitag erkrankten landesweit 183 Menschen an dem Virus, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart. Anfang April hatte die Zahl der Erkrankungen noch bei 107 gelegen.

In den vergangenen Tagen wurden vor allem in den Kreisen Tübingen und Konstanz neue Fälle registriert. Auch in Freiburg, in Ravensburg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald traten weitere Fälle von Masern auf. Ein Ende der Ausbreitung ist nach Angaben des Landesgesundheitsamtes noch nicht abzusehen.

Vor etwa zwei Wochen waren die Masern an der Staudinger-Gesamtschule ausgebrochen. Mehr als 30 ungeimpfte Jugendliche und junge Erwachsene haben sich angesteckt. Um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, dürfen seither nur Schüler mit Impfpass die Schule betreten. Ungeimpfte Schüler haben Hausverbot.

(Internet: Robert Koch-Institut zu Infektionskrankheiten : http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/InfAZ__node.html?__nnn=true)

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