Ärzte Zeitung online, 14.05.2008

Erstes Enterovirus-71-Opfer in Peking

PEKING (dpa). Erstmals seit dem Ausbruch von Enterovirus-71-Infektionen in China ist auch in der Olympiastadt Peking ein Kind an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit gestorben. Landesweit hat die Zahl der Todesopfer 42 erreicht, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

In China haben sich seit Jahresbeginn etwa 27 500 Menschen infiziert, vor allem Kinder unter sechs Jahren. Die normalerweise harmlos verlaufende Krankheit ist nach den Bläschen-Ausschlägen an Händen, Füßen und im Mund benannt.

In Peking sei ein 13-jähriger Junge am Sonntag auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. Er sei mit dem Enterovirus 71 (E 71) infiziert gewesen, das die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen kann. Ein aus der Nachbarprovinz Hebei stammendes Kind sei ebenfalls in der Hauptstadt gestorben, wo es in einem Krankenhaus behandelt werden sollte. In beiden Fällen seien die Opfer von ihren Eltern zu spät ins Krankenhaus gebracht worden, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

In Peking sind bisher mehr als 3600 Ansteckungen registriert worden. Der verheerendste Ausbruch der Krankheit in der Stadt Fuyang der Provinz Anhui ist mittlerweile unter Kontrolle, wie Xinhua zuvor berichtet hatte. Allein in Fuyang waren 23 Kinder gestorben, die meisten im Alter unter zwei Jahren. E 71 kann vor allem bei kleineren Kindern in seltenen Fällen Komplikationen wie Hirn-, Herzmuskel- und Lungenentzündung auslösen, die tödlich verlaufen können. Die Krankheit grassiert auch in Vietnam und Singapur.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Diese Videos sollten Sie unbedingt sehen

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag weiterhin

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »