Ärzte Zeitung online, 26.08.2008

Bis zu zwölf Tote in Kanada durch verdorbenes Fleisch

NEW YORK (dpa). In Kanada sind bis zu zwölf Menschen an einer Infektionskrankheit durch verdorbenes Fleisch gestorben. Landwirtschaftsminister Gerry Ritz sagte in der Landeshauptstadt Ottawa, sechs Todesfälle seien eindeutig einer so genannten Listeriose-Infektion zuzuordnen, in sechs weiteren Fällen werde noch geprüft.

Insgesamt haben sich mindestens 26 Menschen mit der Krankheit angesteckt, berichtete der Fernsehsender C-TV. Die betroffene Fleischfirma Maple Leaf mit Sitz in Toronto nahm mehr als 200 Fleischprodukte vom Markt.

Listeriose ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit. In Kanada wird verdorbenes Fleisch aus Fertigprodukten für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich gemacht. Anfangs hatte es nur einzelne Fälle gegeben, die nicht im Zusammenhang gesehen wurden.

Dem Minister zufolge werden jetzt alle Erkrankungen untersucht, die möglicherweise auf eine Listeriose zurückzuführen sind. Wegen der langen Inkubationszeit ist ein weiterer Anstieg der Erkrankungen nicht auszuschließen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »