Ärzte Zeitung online, 28.08.2008

Mumps in Kanada - Kinder aus religiösen Gründen nicht geimpft

NEW YORK/VANCOUVER (dpa). Im Westen Kanadas ist die fast ausgerottete Kinderkrankheit Mumps wieder ausgebrochen, weil eine Gemeinde ihre Kinder aus religiösen Gründen nicht hat impfen lassen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden gab es seit Februar in der Gegend um Vancouver ungefähr 190 Fälle von "Ziegenpeter".

Normalerweise sind es nur eine Hand voll Infektionen im Jahr. Wie die Zeitung "Globe and Mail" am Donnerstag berichtete, erwägt das Gesundheitsministerium der betroffenen Provinz British Columbia, zum Schuljahresbeginn Massenimpfungen anzubieten.

Die Krankheit ist in einer Kleinstadt etwa hundert Kilometer östlich von Vancouver ausgebrochen. Im vergangenen Jahr hatte es in der Provinz Neu-Schottland einen Mumps-Ausbruch mit 800 Erkrankungen gegeben. Mumps ist eine hochansteckende Virusinfektion, die zu Taubheit, Sterilität oder sogar zum Tod führen kann.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »