Ärzte Zeitung online, 29.08.2008

Weitere Todesfälle in Kanada wegen Gammelfleisch bestätigt

NEW YORK/OTTAWA (dpa). Die Serie von Lebensmittelvergiftungen durch verdorbenes Fleisch in Kanada reißt nicht ab. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Ottawa ist inzwischen in acht Todesfällen ein Zusammenhang mit einer sogenannten Listeriose-Infektion nachgewiesen.

Bisher war von fünf oder sechs bestätigten Fällen die Rede. Sieben weitere Todesfälle würden noch untersucht, berichtete die Zeitung "Globe and Mail" am Freitag.

Die Krankheit war nach dem Verzehr von mit Bakterien verseuchtem Fertigfleisch ausgebrochen (wir berichteten). Die verantwortliche Firma Maple Leaf in Toronto bleibt vorerst weiter geschlossen. Insgesamt gehen die Behörden von 29 nachgewiesenen Listeriose-Fällen aus, bei 36 weiteren Patienten wird der Zusammenhang noch geprüft.

Die Listeriose ist vor allem für abwehrgeschwächte Menschen gefährlich. Sie macht sich mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Muskelschmerzen bemerkbar, die Patienten können auch unter Erbrechen und Durchfall leiden.

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