Ärzte Zeitung online, 20.03.2009

Ebola-Verdacht bei Hamburger Forscherin nicht bestätigt

HAMBURG (nös). Der Verdacht, eine Hamburger Forscherin habe sich mit dem Ebola-Virus infiziert, hat sich bislang nicht bestätigt. Die Wissenschaftlerin zeige weder Symptome noch sei der Erreger nachzuweisen, teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg mit.

Derzeit befinde sich die Patientin noch im Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in Quarantäne. Das Isolierzelt dürfe sie aber bereits verlassen. Die Forscherin hatte sich am 12. März durch eine Nadel im Hochsicherheitslabor verletzt. Das BNI ging zunächst vonn einer Infektion mit dem Ebola-Virus aus (wir berichteten).

Noch am selben Tag wurde die Wissenschaftlerin auf die Infektionsstation der Uniklinik aufgenommen. Nach Rücksprache mit Kollegen aus den USA und Kanada wurde sie postexpositionell mit einem neuen Impfstoff behandelt. Die Vakzine wurde in den USA im Rahmen einer präklinischen Studie an Menschenaffen bereits erfolgreich angewendet.

Als erwartete Reaktion trat 24 Stunden nach der Impfung vorübergehend Fieber auf. Inzwischen ist die Patientin seit Sonntag fieberfrei und zeigt auch sonst keinerlei Beschwerden. Kontinuierliche Blutuntersuchungen brachten dem Institut zufolge bislang keinen Hinweis auf eine Infektion.

Nach Angaben des BNI bestand für Kontaktpersonen zu keiner Zeit die Gefahr einer Ansteckung. Das Ebola-Virus sei nur nach Ausbruch der Krankheit über Kontakt mit infiziertem Blut übertragbar.

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